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Liebe Freundinnen und Freunde des Literaturlands Hessen,
in den Sommermonaten Juli und August gibt es wieder viele sehens- und hörenswerte Veranstaltungen, die Ihre Aufmerksamkeit verdienen, unter anderem das Frankfurter Kinder- und Jugendbuch-Festival "Stadt Land Buch", der Wiesbadener Lyrikpreis Orphil und die Hochstädter Lyriknacht. Außerdem steht die Gewinnerin des diesjährigen hr2-Literaturpreises fest. Für Kinder und Erwachsene nehmen Sie die neuen Podcasts des Sparda-Erzählfestivals in Kassel mit ihren Geschichten in die Sommerferien oder begleiten Sie, wo immer Sie Ihre Auszeit vom Alltag verbringen. Der neue Museumslauscher lädt Sie zu einer Zeitreise an. Und natürlich halten die hr2-Partnerbuchhandlungen wieder Buchempfehlungen für Sie bereit. hr2-kultur wünscht Ihnen allen eine schöne Sommerzeit und versorgt Sie nach der Sommerpause wieder mit Literaturhinweisen in der September-Ausgabe unseres Newsletters.
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Paula Jänig gewinnt den hr2-Literaturpreis |
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 | Paula Jänig © Elias Knochenhauer |
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Mit ihrem lyrischen Text "Voda - wasser -" setzte sich Paula Jänig im Publikumsvoting gegen neun andere Autor*innen durch. Sie waren zuvor die zehn Hauptpreisträger des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen 2026 mit mehreren hundert Teilnehmer*innen. Paula Jänig führt uns an einen kleinen Flusslauf in der Grenzregion zwischen Tschechien und Deutschland. Zwischen dem "Pöhlbach" und "Polava" öffnet die Autorin einen poetischen Raum, in dem zwischen den Zeilen das "Hier und Jetzt" und die Vergangenheit zusammenfließen. Paula Jänig erhält ein Preisgeld von 500 Euro und die Gelegenheit, weitere literarische Arbeiten in einer Sendung von hr2-kultur vorzustellen. Paula Jänig, geboren 2003 in Chemnitz, studiert an der Bauhaus-Universität Weimar sowie Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Bereichen Freie Kunst, Kunst und ihre Didaktik, Medienwissenschaft, Bildungswissenschaften und Latein. Ihre Texte wurden verfilmt, vertont, erschienen in der Kulturzeitschrift "unique" sowie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie moderiert und kuratiert selbst Lesungen. Der hr2-Literaturpreis ist ein Publikumspreis, der vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit der Kulturstiftung Thüringen und dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm veranstaltet wird. Kooperationspartner ist die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Die prämierten Beiträge erscheinen im Allitera-Verlag. Seit 2010 beteiligt sich hr2-kultur mit dem hr2-Literaturpreis am Wettbewerb. |
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Unterwegs auf wilden Wegen" - Geschichten für die Sommerferien und danach |
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 | Bild © hr |
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hr2-kultur und das 22. Sparda-Erzählfestival in Kassel laden ein, sich in Geschichten auf den Weg zu machen. Auch unsere Geschichtenerzähler*innen haben sich auf den Weg gemacht - nach Frankfurt, um im hr2-Studio für Sie zu erzählen, und zwar frei, ganz ohne Buch oder Manuskript. Erleben Sie freie mündliche Erzählkunst vom Feinsten - im Podcast für Kinder und Erwachsene in ARD Sounds. Von Wegen – Geschichten für ErwachseneDie einen suchen das Land, wo die Zitronen blüh'n, die anderen können sich für den richtigen Weg nicht entscheiden - und kaum glauben sie, ihn gefunden zu haben, heißt es "von wegen!". Vierzehn Märchen, Sagen und Geschichten von mutigen Aufbrüchen und überraschenden Umwegen, von wundersamen Begegnungen am Wegesrand und manch beeindruckendem Lebensweg, von verwunschenen Wegen und verwegenen Wünschen – fesselnd, berührend und auch mal schräg. Jetzt Podcast anhören!Unterwegs – Geschichten für KinderOb Prinz, große Schwester, Zauberkuh oder eigenwillige Katze, auch in unseren Kindergeschichten sind alle unterwegs – die einen voller Abenteuermut, die anderen auf der Suche nach dem besten Freund; manche zum ersten Mal auf sich allein gestellt oder einfach, um ihr eigenes Ding zu machen. Elf spannende und auch lustige Märchen und Geschichten für Kinder von 4-8 und darüber hinaus. Ob zuhause oder unterwegs - ein Hörerlebnis für die ganze Familie. Es erzählen: Gudrun Rathke, Katharina Ritter, Johanna Wollin und André Wülfing. |
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Der neue Museumslauscher ist da! |
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Die Klasse 8e der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule aus Kassel lädt zu einer Zeitreise ein "... einem ziemlichen Ritt durch die Geschichte! Wir legen nämlich über eintausend Jahre zurück! Und steigen dabei hoch hinauf unters Dach des Museums". "Enge Gassen, König Lustig und Aufmarsch unterm Hakenkreuz – eine Zeitreise durch Kassel" heißt der neue Museumslauscher-Audioguide für alle Besucher*innen des Stadtmuseums Kassel ab etwa 12 Jahren. In 8 Stationen greifen die Jugendlichen Geschichten auf, die zwischen den Exponaten darauf warten, auch für junge Menschen erzählt zu werden: Zum Beispiel die von Napoleons Bruder Jérôme Bonaparte, der Anfang des 19. Jahrhunderts das Königreich Westphalen regierte und in dessen Hauptstadt Kassel residierte. Weil er gerne wilde Feste feierte, während die Kassler Bürger für seinen Bruder in den Krieg ziehen mussten, war er auch als "König Lustig" verschrien. Auf eindrucksvolle Weise erarbeiteten sich die Jugendlichen auch die Zeit des Nationalsozialismus, sie erzählen von Gleichschaltung und Aufmarsch unterm Hakenkreuz und wie die Politik der Nazis zum Zweiten Weltkrieg und schließlich auch zur Zerstörung der Kasseler Innenstadt führte. "Museumslauscher" ist ein Gemeinschaftsprojekt von hr2-kultur und der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. In Kassel wird der Museumslauscher außerdem von der Kasseler Sparkasse unterstützt. Im Rahmen des hessenweiten Projekts entwickeln junge Menschen Audioguide-Touren durch Museen, für die sie eigene Texte schreiben und diese auch selbst sprechen. Ziel ist es, Ausstellungen aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen für Gleichaltrige zugänglicher zu machen. Verschiedene Museumslauscher-Touren wurden bereits in hessischen Museen erfolgreich realisiert und sind hier abrufbar: guidemate - die Plattform für Audiowalks, Stichwort: Museumslauscher. Alle bisher entstandenen Museumslauscher gibt’s auch auf hr.de |
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Tintenplanet – Vom Denken, Lernen und Träumen
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 | Bild © picture alliance / Geisler-Fotopress | gbrci |
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Cornelia Funke hat für ihre Leser*innen unglaubliche Welten, großartige Geschichten und unsterbliche Figuren erschaffen. Warum das gegenwärtig so wichtig ist, darüber sprach sie beim Frankfurter Lesefestival STADT LAND BUCH mit der Schriftstellerin, Moderatorin und Kulturmanagerin Jagoda Marinić. Als eine der erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen hat Cornelia Funke mit "Die wilden Hühner" oder der "Tintenwelt"-Reihe Millionen von Menschen erreicht. Doch sie setzt sich auch sehr konkret mit unserer Gegenwart und Zukunft auseinander, bringt Menschen zusammen und öffnet Räume, in denen miteinander gearbeitet und voneinander gelernt werden kann. Mit mittlerweile über 30 Veranstaltungen pro Jahr schafft das Junge Literaturhaus Frankfurt mit seinem Kinder- und Jugendbuchfestival für Frankfurt und die Rhein-Main-Region eine besondere Festivalatmosphäre. In hr2-kultur senden wir am 5.7. um 12.04 Uhr einen gekürzten Mitschnitt aus dem Schauspiel Frankfurt vom 18. Juni. |
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 | Karin Fellner © wiesbaden.de/Heike Bogenberger |
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Karin Fellner ist Preisträgerin des mit 10.000 Euro dotierten Lyrikpreis Orphil der Landeshauptstadt Wiesbaden. Sie wurde für ihr bisheriges lyrisches Werk, insbesondere den Band "Polle und Fu" ausgezeichnet. Die Jury schreibt: "Karin Fellner, 1970 in München geboren, entfaltet aus den Aufeinandertreffen ihrer Protagonisten Gesprächspoesie, und zwar voller Witz, bitzelnder Geistesgegenwärtigkeit, gewagter Wortspielerei und übersprudelnder Lust auf Pointen. Diese sprachungestüme Heiterkeit, die für die nun insgesamt sechs Gedichtbände von Fellner charakteristisch ist, wirft zugleich basale gesellschaftliche Fragen darüber auf, welche Haltung sich gegenüber einer Welt einnehmen lässt, die ihrerseits aus den Fugen zu geraten scheint." Der Orphil-Debütpreis geht an Lara Rüter. Sie erhält den mit 2.500 Euro dotierten Preis für ihr lyrisches Erstlingswerk "amoretten in netzen". Lara Rüter wurde 1990 in Hannover geboren und lebt in Leipzig. Sie erhielt unter anderem 2021 den Wolfgang-Weihrauch Förderpreis beim Literarischen März. "amoretten in netzen" ist ihre erste eigenständige Buchpublikation. 2026 erschien zudem ihr Buch "Affenliebe." Der Lyrikpreis "Orphil" wird alle zwei Jahre an Lyriker*innen vergeben, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich über politische wie stilistische Moden hinwegsetzen. Die Jury bildeten in diesem Jahr die Lyrikerin und Moderatorin Carolin Callies, die Literaturkritikerin Maren Jäger sowie der Literaturkritiker Christian Metz. hr2-kultur sendet am 12.7. die Preisverleihung und Feierstunde aus Wiesbaden vom 9.6. aus dem Literaturhaus Villa Clementine. |
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Vom 20.8. bis 6.9. finden die Tage des Exils wieder in Frankfurt am Main statt. In 50 Veranstaltungen in der ganzen Stadt laden Theater, Kinos, Museen, private Initiativen und Vereine, städtische Einrichtungen und Stiftungen dazu ein, sich auf vielfältige Weise mit dem Thema Exil auseinanderzusetzen. Das facettenreiche Programm macht Frankfurt als Ort der Erinnerung und der Verständigung über Verfolgung, Flucht und Exil in Gegenwart und Vergangenheit an insgesamt 26 Orten erfahrbar. Die Schirmherrin der Tage des Exils ist Dr. Irina Scherbakowa, die Mitbegründerin der russischen Menschenrechtsorganisation MEMORIAL, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Die Tage des Exils werden getragen von der Körber-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek. Als Kooperationspartner sendet hr2-kultur am 23.8. um 12.04 Uhr einen Mitschnitt der Auftaktveranstaltung. |
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 | Flusslandschaft im Abendlicht, Maintal © imago |
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Tamara Labas, Gino Leinweber, José F.A. Oliver, Silke Scheuermann, Daniela Seel, Nasrin Siege, Antje Stehn und zwei ehemalige Preisträgerinnen des Jungen Literaturforums Hessen und Thüringen, Flora von Herwarth und Manon Hopf, lesen am 21. August während der 16. Hochstädter Lyriknacht (19 Uhr in der Evangelischen Kirche in Maintal-Hochstadt). Es moderiert der Lyriker Alexandru Bulucz. Mauern einer alten Wehrkirche, musikalische Begleitung und beeindruckende Lyrik: Alljährlich veranstalten die Horst-Bingel-Stiftung für Literatur und die Bürgerstiftung Maintal die Hochstädter Lyriknacht in dieser besonderen Atmosphäre. Die Lesenacht erinnert an den 1933 in Korbach geborenen engagierten Schriftsteller, Lyriker, Herausgeber und Literaturvermittler Horst Bingel. In seinen Jugendjahren hat er in Hochstadt gelebt, hier schrieb er auch sein erstes Gedicht. Nach einer Buchhändlerlehre studierte er an der staatlichen Zeichenakademie in Hanau Malerei und Bildhauerei. Seit 1954 war Horst Bingel als freier Schriftsteller tätig und fiel vor allem durch skurrile Geschichten und kritische Gedichte auf. In den 1960er Jahren organisierte er in Frankfurt politische Literaturevents. Er war Mitglied im PEN. 2008 verstarb er in Frankfurt. Am 30.8. um 12.04 Uhr sendet hr2-kultur einen gekürzten Mitschnitt. |
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Buchtipps aus den hr2-Partnerbuchhandlungen
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Für die nächsten zwei Jahre sind wieder 30 hr2-Partnerbuchhandlungen an den Start gegangen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit! Empfehlungen der Partnerbuchhändler*innen hören Sie jeden Freitagmorgen gegen 8.40 Uhr in hr2-kultur. Für den Sommer empfiehlt die Bücherstube Gundi Gaab "Das Schönste aller Leben" von Betty Boras. Kurz nach dem Sturz der Diktatur flieht Vio mit ihren Eltern aus dem rumänischen Banat nach Deutschland. Sich anpassen, bloß nicht auffallen - das ist der Preis des Ankommens. Fleiß und Schönheit seine Währung. Trotz aller Widerstände findet Vio ihren Platz in der Gesellschaft. Als jedoch Jahre später ihre zweijährige Tochter bei einem Unfall Narben davonträgt, droht sie, an ihren Selbstvorwürfen zu zerbrechen. Ein intensives und aufwühlendes Debüt von Betty Boras "über Herkunft, Mutterschaft und die Schönheitsideale, denen Frauen schon immer ausgeliefert waren."
Weitere Buchtipps gibt es hier. |
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