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Liebe Freundinnen und Freunde des Literaturlands Hessen,
im März empfehlen wir Ihnen spannende literarische Veranstaltungen: den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor und den Förderpreis Komische Literatur, das Frankfurter Literaturgespräch "Schöne Aussichten" und den Wiesbadener KrimiMärz. Wir gratulieren dem Schriftsteller Kurt Drawert herzlich zum siebzigsten Geburtstag! Wir laden Sie ein, mit dem neuen Museumslauscher-Audioguide in die Wiesbadener Welt von der Steinzeit bis ins Mittelalter einzutauchen. Und mit stetem Gang in Richtung Frühling lässt sich auch der Frankfurter Heiligenstock erkunden, der mit seinen Lernstationen Teil des Bildungsraumes GrünGürtel ist. Und wir suchen Sie: inhabergeführte Buchhandlungen, die mit hr2-kultur in einer Partnerschaft enger in den Austausch gehen möchten. Viel Spaß mit unseren Tipps im Literaturland Hessen.
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Werden Sie hr2-Partnerbuchhandlung! |
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 | hr2-Partnerbuchhandlungen Bild © photocase/hr |
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Wir suchen wieder für den Start der 4. Staffel 2026-2028 zum 1.7. 30 engagierte, inhabergeführte Buchhandlungen aus ganz Hessen mit einem breiten belletristischen Sortiment.
Alle Details zu den Vorzügen der hr2-Partnerschaft, wie die Auftrittsmöglichkeiten für Buchhändler*innen im Programm von hr2-kultur mit einem wöchentlichen Buchtipp aus einer hr2-Partnerbuchhandlung und das Bewerbungsformular, finden Sie hier. Die Partnerschaft wird wieder auf zwei Jahre geschlossen und kann danach verlängert werden. Die Auswahl treffen Vertreter*innen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V. und von hr2-kultur. Bewerbungsschluss ist der 17. April. |
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Wiederentdeckt: Radiosender Heiligenstock im Frankfurter Grüngürtel |
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 | Bauliche Überreste des Radiosenders Heiligenstock © picture alliance / dpa | Frank Rumpenhorst |
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Auf den ersten Blick ein Lost-Place. Ruinen im Gras, mit Graffities besprüht. Die ehemalige Sendeanlage Heiligenstock mitten im Frankfurter Grüngürtel: Hier hat vor 100 Jahren eine mediale Revolution stattgefunden, der Beginn des modernen Radios. Nun hat die Projektgruppe Grüngürtel vom Umweltamt der Stadt Frankfurt den Ort in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk wieder sichtbar und hörbar gemacht. Auf einer Aussichtsplattform mit Blick über Streuobstwiesen kann man demnächst in einer Hörinstallation mehr über die Geschichte des Radios erfahren. 1926 nahm Radio Frankfurt den Sender Heiligenstock in Betrieb. Die Nationalsozialisten sprengten die Sendeanlage. Nach Kriegsende übernahm die amerikanische Militärregierung die Anlage, baute sie wieder auf und vertraute dem ersten Intendanten des hr, Eberhard Beckmann, den Aufbau eines demokratischen Senders an. Daraus wurde der Hessische Rundfunk als öffentlich-rechtlicher Sender. Wir begleiten die Einweihung der neuen Aussichtsplattform in der Sendung "Archivschätze" am 21.3. in hr2-kultur. Zu hören sind dann unter anderem eine Reportage über die Wieder-Inbetriebnahme des 60kW-Senders Heiligenstock im Jahr 1947. |
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Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor |
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 | Marc-Uwe Kling © IMAGO / dts Nachrichtenagentur |
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Bekannt wurde Marc-Uwe Kling als Mitbewohner eines kommunistischen Känguruhs - zahlreiche weitere humorvolle Bücher für Kinder und Erwachsene folgten. Für sein literarisches Werk zeichnet die Stiftung Brückner‐Kühner Marc‐Uwe Kling nun mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor aus. In der Begründung des Stiftungsrats heißt es: "Kling kann alles - vom klassischen Slam und musikalischen Kabarett über Kinder- und Aufklärungsbücher bis hin zu Sachtexten, Fantasyromanen, sozialphilosophischer Episodensatire mit Fabelanteil und dem Thriller ist kein Terrain vor ihm sicher – sogar Gesellschaftsspiele hat er entworfen. Dabei gelingt es ihm, sein Publikum über die Generationen hinweg immer ernst zu nehmen". Der Förderpreis Komische Literatur 2026 geht an die Autorin Barbi Marković. Der Preis zeichnet Autor*innen aus, die sich noch in einer relativ frühen Phase ihres literarischen Schaffens befinden und auf hohem künstlerischen Niveau das Komische gestalten.
Die Preisverleihung am 7.3. ist bereits ausverkauft, hr2-kultur sendet am Ostermontag einen gekürzten Mitschnitt aus dem Stadtverordnetensaal des Kasseler Rathauses. |
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Schöne Aussichten, diesmal mit Gastkritikerin Heike Geißler
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 | Heike Geißler © picture alliance / dts-Agentur |
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Hier sitzt das Publikum live im literarischen Terzett. Es diskutieren die verantwortliche Feuilleton-Redakteurin der F.A.Z. Sandra Kegel und der freie Literaturkritiker Christoph Schröder, diesmal mit der Gastkritikerin Heike Geißler. Die Autorin und Übersetzerin setzt sich in ihren literarischen Werken auf politische, poetische und subversive Art mit großen Fragen der Gegenwart auseinander. Für ihren zuletzt erschienenen Essay "Verzweiflungen" (Suhrkamp) erhielt sie den Bayerischen Buchpreis 2025. Zudem wurde sie 2025 mit dem Heinrich-Böll-Preis ausgezeichnet. Dem traditionellen Haltbarkeitstest wird dieses Mal "Pong" von Sibylle Lewitscharoff unterzogen.
Die weiteren Titel des Abends: Peggy Mädler, Selbstregulierung des Herzens (KiWi); Julian Barnes, Abschied(e) (KiWi); Anja Gmeinwieser, Wir Königinnen (Berlin Verlag)
Die Veranstaltung am 4.3. im Frankfurter Literaturhaus wird am 22.3. in hr2-kultur gesendet. |
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Kurt Drawert zum 70. Geburtstag |
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 | Kurt Drawert © Ute Döring / Literaturhaus Darmstadt |
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Als Leiter der Darmstädter Textwerkstatt hat Kurt Drawert die deutsche Literatur der letzten vierzig Jahre maßgeblich bereichert und geprägt. Als Schriftsteller wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt dem Italo-Svevo-Preis für Prosa und Essayistik (2023). Am 15.3. wird Kurt Drawert 70 Jahre alt. Aus diesem Anlass wirft das Literaturhaus Darmstadt am 31.3. einen frischen Blick auf sein Werk und feiert den Autor im Gespräch und mit einer Lesung ausgewählter Texte. Oberbürgermeister Hanno Benz wird den Abend mit einem Grußwort eröffnen, Andreas Platthaus, Literaturchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hält die Laudatio. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und am 12.4. in hr2-kultur gesendet. |
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 | Sven Stricker © imago-images / Panama Pictures / Christoph Hardt |
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Beim Wiesbadener KrimiMärz wird die hessische Landeshauptstadt wieder einmal zum Hotspot des literarischen Verbrechens. 17 Veranstaltungen an sechs verschiedenen Spielstätten erwarten vom 3. bis zum 31.3. kleine wie große Krimifans. Die Bandbreite reicht von Krimilesungen über Theaterabende bis zu Workshops. Zum Festivalauftakt hat der diesjährige Wiesbadener Krimistipendiat und vielfach ausgezeichnete Autor Sven Stricker im Literaturhaus Villa Clementine seinen neuen Kriminalroman "Sörensen geht aufs Haus" vorgestellt. Zu den kommenden Höhepunkten gehört die Lesung mit Schriftsteller Andreas Pflüger aus seinem aktuellen Buch "Kälter". Ebenso politisch wie spannend wird es, wenn Susanne Kaiser ihr Krimi-Debüt "Riot Girl" um eine Gruppe radikaler feministischer Aktivistinnen präsentiert. Außerdem dabei: Jan Costin Wagner, Benjamin Cors, die Autorengruppe Dostojewskis Erben, Maja Nielsen und viele andere. |
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Wo einst die Römer badeten |
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 | Museumslauscher Bild © Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen |
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Das Wiesbadener "sam", das Stadtmuseum am Markt, kann jetzt mit einem neuen "Museumslauscher"-Audioguide erkundet werden. Schüler*innen der IGS Alexej Jawlensky haben sich auf Spurensuche zur frühen Geschichte ihrer Stadt begeben. In selbstgeschriebenen und selbstgesprochenen Texten mit vielen kleinen Dialogen nehmen die Jugendlichen alle Besucherinnen und Besucher ab etwa 10 Jahren mit auf eine Zeitreise durch die Anfänge Wiesbadens. Die Museumslauscher sind ein gemeinsames Projekt der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen mit hr2-kultur und bereits in vielen hessischen Museen zu finden. |
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Buchtipps aus den hr2-Partnerbuchhandlungen |
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Die hr2-Partnerbuchhandlungen halten für den Monat März aktuelle Buchempfehlungen für Sie bereit. Die Buchhandlung Brencher in Kassel empfiehlt "Nelka" von Svenja Leiber: Nach dem Zerfall der Sowjetunion besucht eine ältere Frau aus der Ukraine noch einmal den Ort in Schleswig-Holstein an dem sie als junges Mädchen Zwangsarbeit verrichtet hat. Die Vergangenheit ist für sie noch lebendig, aber heute ist sie kein Opfer mehr. Aus einem kleinen Apfelbaum entwickelt Svenja Leiber einen wunderbaren poetischen Roman über die Spuren der Geschichte, die bis in die Gegenwart und selbst in die Landschaft hinein wirkt. Außerdem empfiehlt die Kronberger Bücherstube "Oroppa" von Safae el Khannoussi.
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