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Liebe Hörerinnen und Hörer,vor kurzem habe ich beim jährlichen Frühjahrsputzin meinem Stadtteil mitgemacht: Zum "Cleanup Day" waren wir mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken unterwegs, um unser Quartier und einen Teil der Mainpromenade von den Hinterlassenschaften der vergangenen Monate zu befreien.
Die Ausbeute war beachtlich und umfasste mehrere Dutzend Müllsäcke. Erstaunlich, was wir alles aus Hecken und Büschen, von Gehwegen und Straßenrändern aufgesammelt haben: Glasflaschen, Getränkedosen, Zigarettenschachteln, Windeln, Pizzakartons und sogar Autoreifen.
Neben dem Ärger über die Verschmutzung war ich erstaunt über den "Vibe": das Gefühl, zusammen mit anderen aktiv zu sein: Nicht zu meckern, sondern zu machen. Immerhin konnten wir einen kleinen Bereich unseres Lebensraums von Müll befreien - wenn auch nicht auf Dauer.
Aber unsere Aktion gegen "Müllblindheit" sorgte für Aufmerksamkeit. Einige Leute, die mit uns ins Gespräch kamen, machten spontan mit. Und ich gehe jetzt mit anderen Augen durch mein Quartier, spreche "Wegwerfer" freundlich an.
Dann versuche ich, erst gar nicht so viel Müll zu produzieren, Einwegplastik zu vermeiden und meine Nachbarn im Mai zu einem Frühjahrsputz in unserer Straße anzustiften.
Aktionen gegen Verschmutzung gibt es das ganze Jahr über, vielerorts in Deutschland, in anderen europäischen Städten und sogar weltweit. Aus den rund 360 Müllsammlern, die kürzlich in meiner Heimatstadt aktiv waren, werden so schnell Hunderttausende.
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Frage der WocheDer Müll ist auch unser Thema in "Der Tag" am Montag. Dazu möchten wir von Ihnen wissen: Wie versuchen Sie, Müll zu vermeiden? Sind Sie bei Müllsammelaktionen dabei? Oder sind Sie der Meinung, dass es gar keinen Sinn macht, hinter anderen herzuräumen?
Schreiben Sie uns Ihre Meinung per Mail! Einige Antworten werden wir - Ihr Einverständnis vorausgesetzt - in unserer Sendung thematisieren. Ein kleines "best of" gibt's auch nächste Woche hier im Newsletter. |
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 | Bildquelle: picture alliance/ Presse- und Wirtschaftsdienst| Bernd Kammerer |
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Unsere Themen der kommenden WocheHier ein Überblick über die Themen, die wir für nächste Woche geplant haben.
Montag: Müll Dienstag: Menschenrechte Mittwoch: Rassimus an Schulen Donnerstag: Ende der Afrikareise von Papst Leo XIV. Natürlich kann sich aufgrund aktueller Ereignisse oder aus redaktionellen Gründen kurzfristig immer mal was ändern. Die endgültigen Themen und mehr Details zu den einzelnen Sendungen finden Sie auf unserer Website.
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Ihre Meinung: Wie ist Ihr Verhältnis zu Sport? Treiben Sie Sport? Ich (…) war schon als Kind "ein Elefant" beim Tanzfest (…). Im Fach Sport in der Schule, als Längste stets die Erste am Gerät, stets eine ungute "Performance" und zum Gelächter der Mitschüler. Ich erfand mich als Komiker neu und belustigte so den Sportunterricht. Vieles habe ich probiert, ein Vereinsmensch wurde ich nicht, aber ich habe Freude an der Bewegung - ohne Geräte, ohne Messgeräte, ohne Wettkampf! Viel Freude am Gehen/ Laufen/ Schwimmen in der Natur und im Leben unterwegs sein. Dankbar, glücklich und stolz, dass ich das noch gut kann. Denn nicht selten sehe ich unfrohe, leidvolle, unglückliche Gesichter bei Sporttreibenden. Nicht schön!!
Karin Wachendorff
Als ich in die Grundschule kam, musste ich zwangsläufig zu Fuß gehen. Den täglichen Weg von jeweils ca. 1,5 km schaffte ich in 11 bis 12 Minuten. (…) Als ich aufs Gymnasium kam, wurden die Wege länger. (…) Durch das Training auf dem täglichen Schulweg wurde ich zum Schnellgeher, gar zum Läufer, der auch im Schulsport, vor allem in der Leichtathletik, erfolgreich war. (…) Mein Jugendfreund Heinz, der in der Nachbarschaft wohnte und neben der Schule der Leichtathletik nachging, überredete mich seinem Sportverein beizutreten. (…) Doch die Gespräche zwischen den Übungen waren aus meiner Sicht einseitig: Leistung, Leistungsverbesserung, Bezirksmeisterschaft, Landesmeisterschaft. Ich hingegen wünschte mir einen höheren Stellenwert für Intellektuelles (…). So war es kein Wunder, dass ich es unter Sportlern nicht lange aushielt. Seither beschränke ich mich auf das zügige Gehen. Meine Wahlheimat Frankfurt bietet dafür ideale Voraussetzungen: ein Netz an Gehwegen, Fußgängerzonen mit direkter Anbindung an Straßenbahnen, Bussen, U- und S-Bahnen.
Klaus Philipp Mertens
Ich führe meine körperliche und geistige Gesundheit zum großen Teil auch auf meinen Sport und meine sonstigen körperlichen Aktivitäten zurück. Seit frühester Jugend habe ich immer Sport getrieben. Meistens im Verein. Heute mache ich keinen Leistungssport mehr, gehe aber regelmäßig einmal in der Woche zum Training, manchmal auch noch zum Schwimmen. Unsere Gruppe besteht aus 54 Mitgliedern im Alter von 40 bis 90 Jahren. (…) Wir machen eine Stunde Gymnastik und anschließend, wer mag, noch eine halbe Stunde Basketball. Zusätzlich wird einmal im Monat eine Radtour unternommen und im Winter gewandert. Durch den Sport wird auch der Zusammenhalt im Ort gefördert. Man hilft sich gegenseitig. Im Anschluß nach dem Training trifft man sich noch zu einem gemütlichen Beisammensein. Ohne Sport würde mir viel fehlen.
Karl-Heinz Staubach
Sport begleitet mich seit meiner Kindheit und ist bis heute ein zentraler Bestandteil meines Lebens. Aufgewachsen in einem kleinen Dorf, war Bewegung für uns Kinder selbstverständlich. In der Schulzeit entwickelte ich besondere Freude an Ballspielen und Leichtathletik, wurde mehrfach ausgezeichnet und engagierte mich früh auch organisatorisch im Vereinsleben, unter anderem als junger Vereinsvorsitzender und Mitbegründer einer bis heute bestehenden Sportgemeinschaft. Konsequent führte mich dieser Weg zu einem Sportstudiumund später in den Lehrerberuf, in dem ich meine Begeisterung für Bewegung erfolgreich an junge Menschen weitergeben konnte (...). Auch privat blieb ich über Jahrzehnte hinweg vielseitig sportlich aktiv. Selbst nach einem Unfall (….) habe ich meine Aktivität nicht aufgegeben: Ich trainiere regelmäßig im Fitnessbereich, gehe Wandern, Kegeln und bleibe auch darüber hinaus in Bewegung. Für mich ist Sport weit mehr als körperliche Betätigung – er ist Ausdruck von Lebensfreude, Ausdauer und geistiger Beweglichkeit und begleitet mich bis heute täglich.
Dieter Kühmichel
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Was uns diese Woche beschäftigt hat |
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Und damit verabschieden wir uns für diese Woche und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende! Vielleicht ja mit dem einen oder anderen Podcast von Der Tag ... 😊
Wenn Sie Anregungen, Fragen oder Feedback haben, schreiben Sie uns gerne eine Mail.
Viele Grüße und bis nächsten Freitag!
Susanne Reininger |
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