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29.05.2026

Liebe Hörerinnen und Hörer,

ich hatte kürzlich einen kleinen Disput mit einem Freund. Es ging um etwas, das ich gesagt hatte - was, will ich hier nicht weiter ausführen. Aber was ich ausführen will ist, dass ich seine Gefühle, seine Kritik wahrgenommen hatte, mich entschuldigt und versprochen habe, in Zukunft die Dinge anders handzuhaben. Frei nach der Idee:

"Aus Fehlern lernen“ 

Nicht immer ist das einfach. 
Aber wie gehen wir eigentlich in unserer Gesellschaft mit Menschen um, die Fehler machen, scheitern oder Niederlagen erleben – im Beruf, in Beziehungen oder in der Politik?
Gerade in unserer Leistungsgesellschaft gilt Scheitern noch immer als Makel, über den man lieber schweigt. Warum ist das so? Können wir lernen, offener mit Fehlern umzugehen – und was würde das verändern? Wir möchten deshalb am Dienstag über persönliche Krisen, politische und wirtschaftliche Fehlentscheidungen und die Frage, warum
eine echte Fehlerkultur in Deutschland so schwerfällt, sprechen. Außerdem erklärt eine Psychologin, warum Fehler uns so verunsichern – und weshalb es wichtig ist, zu ihnen zu stehen.

Frage der Woche

Wir möchten deshalb gerne von Ihnen wissen:
Was waren Ihre schlimmsten, größten oder vielleicht auch peinlichsten Fehler? Wie sind Sie damit umgegangen? Haben Sie daraus etwas gelernt und wenn ja, was?

Schreiben Sie uns Ihre Meinung per Mail! Einige Antworten werden wir - Ihr Einverständnis vorausgesetzt - in unserer Sendung thematisieren. Ein kleines "best of" gibt's auch nächste Woche hier im Newsletter. 

Bildquelle: dpa

Unsere Themen der kommenden Woche

Hier ein Überblick über die Themen, die wir für nächste Woche geplant haben.

Montag: Menschen, Meinungen, Miteinander – Was Deutschland verbindet 
Dienstag: Schöner scheitern 
Mittwoch: Pakt für Bevölkerungsschutz

Natürlich kann sich aufgrund aktueller Ereignisse oder aus redaktionellen Gründen kurzfristig immer mal was ändern. Die endgültigen Themen und mehr Details zu den einzelnen Sendungen finden Sie auf unserer Website.


Ihre Meinung zu der WM

Wir wollten im letzten Newsletter wissen, wie Sie zur WM in diesem Jahr stehen?

Hier einige Auszüge aus Ihren Antworten:

Ich gehöre zu der Mehrheit ? / Minderheit?, die sich aus dem ganzen Fußballgedöns überhaupt nichts macht.
Zwar habe ich als Jugendlicher mit den anderen Kindern aus der Nachbarschaft auf einer Streuobstwiese gegenüber unserem Haus auch gekickt. Aber eine Begeisterung für diesen Sport ist bei mir nie entstanden.
Als mein jüngster Sohn bei den Minis gespielt hat, habe ich erlebt, wie dort Mobbing und Ausgrenzung funktioniert. Wer nicht zu allen Trainingsterminen erscheint, weil er auch schulische Termine hat, sitzt nur auf der Reservebank. Da hat er dann den Fußball sausen lassen.
Und das Verhalten der Eltern bei den Spielen, einfach eine Katastrophe, echt zum kot....
Das was ich heute vom Fußball durch die "Zwangsinformationen" in den Nachrichten bei ARD und ZDF mitbekomme, hält mich erfolgreich davon ab, mir irgendwelche Spiele im Fernsehen anzusehen, geschweige denn in ein Stadion zu gehen.
Der ganze Fußballrummel ist aus meiner bescheidenen Sicht nur noch Marketing, um für wenige möglichst viel Gewinn zu machen.
Klaus Klüche

Im WM-Fieber bin ich nicht. Ich halte diese FWM für eine
von Infantino inszenierte Veranstaltung mit irre hohen Preisen und einem Kotau vor Trump. Dazu kommt, dass diese WM auch umweltpolitisch eine Katastrophe ist durch die viele Fliegerei zu diversen Spielorten in 3 Nationen. Der gesamte Fußball ist mittlerweile derart kommerzialisiert, dass bei mir die Freude an dieser Sportart im Vergleich zur Vergangeheit stark zurückgegangen ist. Und ich glaube auch nicht, dass die deutsche Mannschaft realistische Chancen hat, um um den Titel mitzuspielen.
Das Sommermärchen ist lange vorbei.
Und das Marketing für die FWM ist unterirdisch kommerziell. Infantino geht es nur ums Geld. Schade, dass ARD und ZDF bei dieser FWM die Rechte für teures Geld erworben haben. Man hätte auch einmal ein klares Signal durch Nichtmitbieten setzen können, zumal die Anstoßzeiten ja wenig attraktiv für Deutschland sind. Das eingesparte Geld hätten ARD und ZDF sehr viel sinnvoller ausgeben können, zumal sie ja eh sparen müssen. Hoffentlich wird die Gesamtberichterstattung journalistisch nicht wieder mit zig "Experten" übertrieben!
Fazit: Ich habe kein FWM-Fieber.
Jürgen Betz

Sport ist Bigbusiness, mehr nicht.
Gajus Julius Cäsar: Das Volk will betrogen werden,
also betrügen wir sie oder Brot und Spiele.
W. Käufler

Der Fußball begleitete meine Kinder- und Jugendjahre und behielt noch bis ins Erwachsenenalter einen besonderen Stellenwert. In meiner Heimatstadt Dortmund gehörte er zum Alltag. Sowohl beim Pöhlen auf dem Schulhof und auf der Straße, als auch bei den gelegentlichen Besuchen von Spielen in der „Kampfbahn Rote Erde“, dem Stadion von Borussia Dortmund. (…)
Seit dem 1971 bekannt gewordenen Bestechungsskandal in der Bundesliga (manipulierter Abstiegskampf von Arminia Bielefeld und Rot-Weiß Oberhausen am Ende der Saison 1970/71) war die Zustimmung zum Fußball selbst im Ruhrgebiet nicht mehr ungebrochen. Auch die zunehmende Kommerzialisierung des Sports ließ die Zahl der echten Fans deutlich schrumpfen. Längst bemühte ich mich nicht mehr um Karten fürs „Westfalenstadion“, das als Nachfolger der „Kampfbahn“ ein wahrer Fußballtempel geworden war und auch geblieben ist.
Im TV sehe ich mir allenfalls noch das eine und andere Länderspiel an. Bevorzugt dann, wenn die Niederlande spielen, weil die Oranjes gut sind und mir deren Nationalhymne gefällt („Wilhelmus van Nassouwe ben ik, van Duitsen bloed …“).
Seit Giovanni Infantino FIFA-Präsident ist, habe ich den Eindruck, dass zumindest der Fußball-Weltverband hochgradig mafiös durchsetzt ist. Die Auszeichnung desSchutzgelderpressers und Ukraineverräters Donald Trump mit dem FIFA-Friedenspreis war für mich der endgültige Abschied aus der Szene. Allerdings: Wenn ich meinen alten Freund in Dortmund besuche, der in der Nähe des Westfalenstadions lebt und wenn vor dessen Wohnung an Samstagnachmittagen die Fans vorbeiziehen, dann gehen wir zusammen runter und singen die alte Borussenhymne mit: „Aber eins, aber eins, das bleibt besteh ‘n: Borussia Dortmund wird nie untergeh‘n.“
Klaus Philipp Mertens



Was uns diese Woche beschäftigt hat

Dienstag: Keine Angst! Das nächste Virus kommt bestimmt [zum Podcast]
Mittwoch: FIFA, Fans und Trump – Wem gehört die Fußball-WM? [zum Podcast]
Donnerstag: Nicht gut, nicht schön, nicht wahr: Kultur im Griff der Mächtigen [zum Podcast]

Bildquelle: Imago

Und damit verabschieden wir uns für diese Woche und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende! Vielleicht ja mit dem einen oder anderen Podcast von Der Tag ... 😊

Wenn Sie Anregungen, Fragen oder Feedback haben, schreiben Sie uns gerne eine Mail.

Viele Grüße und bis nächsten Freitag!

Katharina Bruns


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