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hr Religion und Kirche
29.05.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

die Enzyklika von Papst Leo XIV. über die "Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz" (KI) hat weltweit viel Aufmerksamkeit gefunden. Seine Kritik an der unkontrollierten Macht der Digital-Konzerne war kundig und nicht geprägt von genereller Technikfeindlichkeit. Interessant fand ich seine Ausführungen über das Menschenbild der "Big-Tech"-Unternehmen, das mit dem Stichwort "Transhumanismus" verbunden ist. Dabei geht es darum, den Menschen durch Technologien grundlegend zu transformieren. Es geht um radikale Lebensverlängerung von mehreren hundert Jahren, Unsterblichkeit, das Hochladen des Gehirns auf eine Festplatte und um das Ablösen des Menschen durch eine künstliche Superintelligenz. Diese Gedanken klingen utopisch, doch dessen geistiges Substrat, nämlich den Menschen als zu optimierendes "Projekt" zu nehmen, wandert ein in Gesellschaften und Technologien.
Unmerklich wandelt sich dadurch unser Verhältnis zum Leben. Der Papst schreibt: "Alles, was als 'Begrenztheit' erscheint – Krankheit, Alter, Leiden, Verletzlichkeit –, wird normalerweise erst einmal als ein zu behebender Mangel angesehen und nicht als ein Umstand, durch den der Mensch reift und sich für Beziehungen öffnet. Doch wir müssen daran denken, dass der Mensch nicht trotz seiner Begrenztheit, sondern oft gerade durch seine Begrenztheit zur Entfaltung gelangt. Gerade dadurch gibt es Raum für Mitgefühl, für aufrichtige Sorge um die Bedürfnisse der anderen, für Großherzigkeit, für geistliche Erfahrungen und für die Anbetung Gottes." 
Die "Bewahrung des Menschen im Zeitalter der KI" bedeutet also: den Mensch in seiner Verletzlichkeit, seiner Begrenztheit zu sehen, in seiner unbedingten Würde. Sie verpflichtet dazu, die menschliche Schwäche zu schützen und verbietet, sie rücksichtslos auszunutzen.

Herzlich
Klaus Hofmeister, hr Religion & Kirche

Stars und Vorbilder – Warum wir gerne Fans sind

hr1 am Sonntagmorgen, 31. Mai | 6 – 10 Uhr
Szenefoto der Burgfestspiele: Jesus sitzt im Kreis seiner Jünger
Jesus wird zum Rockstar © Burgfestspiele Bad Vilbel
Bei den Bad Vilbeler Burgfestspielen feiert "Jesus Christ Superstar" in diesen Tagen Premiere. Aber eignet sich dieser gescheiterte Leidens-Mann aus Nazareth überhaupt als Superstar? Welchen psychologischen Nutzen hat es, Superstars wie Götter zu bejubeln und sie zum Vorbild zu nehmen? Den Sonntagmorgen in hr1 starten wir mit einer Erkundungstour über Stars und Vorbilder.

Meines Herzens Lust – Paul Gerhardt zum 350. Todestag oder Der Trost der Zuversicht

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 31. Mai, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 31. Mai, 13:05 Uhr
historischer Druck von Paul Gerhardt aus dem 19. Jahrhundert
Der Theologe Paul Gerhardt (1607-1676) © Imago/imagebroker
"Geh aus, mein Herz" oder "Nun ruhen alle Wälder": Die Lieder Paul Gerhardts gehören zu den großen Schätzen der europäischen Kultur. Lange, bevor jemand das Wort "Resilienz" überhaupt kannte, schwärmt der glaubensstarke Dichter von der Kraft des Lebens. Seine Lieder handeln von Zuversicht und Vertrauen – obwohl er den Dreißigjährigen Krieg mit persönlichen Verlusten erlebt. Noch 350 Jahre nach seinem Tod werden die Lieder des Theologen Paul Gerhardt gesungen. 

Feiertag in hr2: Machen Sie wieder mit, rufen Sie an oder schreiben Sie uns! 

Wie immer an unseren Feiertagsgesprächen in "hr2 Lebenswert" können Sie sich direkt und live an der Sendung beteiligen, uns schreiben und eines von drei Büchern der Bestsellerautorin Stefanie Stahl gewinnen. Und darum geht's an Fronleichnam: 


Wäre ich doch nur selbstbewusster! – Ein gutes Selbstwertgefühl macht das Leben einfacher

hr2-kultur | Fronleichnam, 4. Juni, 17:04 - 19:00 Uhr
Porträt der Psychologin Stefanie Stahl
Ihre Gesprächspartnerin im Studio: die Psychologin Stefanie Stahl © Susanne Wysocki
Gerade in unruhigen Zeiten, in denen vieles ins Wanken gerät, leidet oft auch unser Selbstwertgefühl. Dabei prägt es, wie wir fühlen und mit anderen umgehen. Es bestimmt unsere seelische und sogar körperliche Gesundheit. Die Psychologin Stefanie Stahl nennt es das "Epizentrum der Psyche" und sie macht Mut: Ein stabiles Selbstwertgefühl ist kein Zufall, sondern lässt sich stärken. In "Lebenswert. Gespräche am Feiertag" zeigt sie, wie das gelingen kann. Die Hörerinnen und Hörer können mit eigenen Fragen und Lebenserfahrungen direkt mit der Psychologin ins Gespräch kommen. Schreiben Sie uns vor und während der Sendung überdieses Mailformular oder rufen Sie während der Sendung an unter 069/155 - 6126. Wir freuen uns!

Außerdem verlosen wir drei Exemplare des Buches "So stärken Sie Ihr Selbstwertgefühl" von Stefanie Stahl. Hier nehmen Sie an der E-Mail-Verlosung teil, schreiben Sie im Betreff "Buch Stefanie Stahl".

Fronleichnam – Was uns feste Formen und Abläufe heute noch geben

hr1 am Feiertag, Fronleichnam, 4. Juni | 6 – 10 Uhr
Kirchliche Prozession durch die Straßen
Mehr zum Sinn und Hintergrund der Fronleichnamstradition in hr1 © Pirmin Lenherr auf Pixabay
Wenn an Fronleichnam festliche Prozessionen durch unsere Städte und Dörfer ziehen, wird ein jahrhundertealtes Ritual lebendig. Doch die vertrauten Abläufe sind mehr als nur Tradition. Sie geben Halt und verbinden. Brauchen wir solche Rituale heute mehr denn je? Oder vielleicht überhaupt nicht mehr?

Brot – Für Leib und Seele

Camino | hr2-kultur | Fronleichnam, 4. Juni, 11:30 Uhr
Ein Priester hält eine Hostie in seinen Händen
Das heilige Brot, die zum Leib Christi verwandelte Hostie © Imago/AAP
Brot gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln. Mehl, Wasser, Hefe. Es klingt ganz einfach. Doch das Brotbacken ist eine uralte Handwerkskunst, die heute unterzugehen droht. Gleichzeitig entdecken viele das Selberbacken jetzt neu – als Ruhepol im Alltag. Auch in der Religion spielt das Brot eine entscheidende Rolle. An Fronleichnam wird die Hostie bei den katholischen Prozessionen durch die Straßen getragen. 

Die Holy Spirit Sisters und ihre globale Zentrale in Mammolshain

hr4 | Gemeindeporträt | Sonntag, 7. Juni, 8:40 Uhr
Mit einem Beitrag aus Königstein im Taunus © hr
Im Jahr 1950 gründete der damalige Mammolshainer Pfarrer Bernhard Bendel auf Wunsch des Bischofs mit sieben Diakonieschwestern eine Frauengemeinschaft. Mittlerweile hat die Institution mehr als 500 Schwestern und ist als "Opus Spiritus Sancti" bekannt. Mutterhaus und Zentrale sind in Mammolshain, einem Stadtteil von Königstein im Taunus. Bis heute leben dort einige Schwestern und die weltweite General Oberin. Von hier aus steuern sie ihre weltweiten Aktivitäten.

Neuen Sinn finden – Wenn Altes nicht mehr trägt

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 7. Juni, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 7. Juni, 13:05 Uhr
Ein Mensch läuft auf einem einsamen Strand
Wie will ich leben? © Imago/Westend61
Das Leben läuft nicht immer so, wie wir uns das vorgestellt haben. Ein neuer Abschnitt beginnt, im Job stehen Veränderungen an, eine Krankheit wirft alle Pläne über den Haufen. In solchen Momenten kann auch der Sinn, den wir uns im Leben gegeben haben, brüchig werden. Wenn der uns aber abhandenkommt, fühlt sich unser Leben nicht mehr stimmig an. Forschende haben 26 Quellen herausgefunden, die helfen können, dem eigenen Leben wieder eine Richtung zu geben. 

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