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hr Info der Tag Newsletter
16.10.2026

Liebe Hörerinnen und Hörer,

am letzten Tag der hessischen Herbstferien steht bei mir ein langer Waldspaziergang auf dem Plan. Und wenn ich am kommenden Montag mit dem Auto in die Redaktion fahre, werde ich wohl wieder im Stau stehen. Das ist nicht schlimm. Umso mehr erfahre ich, was in Hessen und dem Rest der Welt so los ist. Tatsächlich höre ich unterwegs immer hr INFO.

Was mich auf meinem Arbeitsweg so richtig nervt, sind Autofahrer und Autofahrerinnen im Macker-Modus. Da wird gedrängelt, sich schnittig in meinen Sicherheitsabstand zum Vordermann geschoben, (m)eine meist freie Geradeausspur blockiert, um möglichst weit vorne blitzschnell auf die Rechtsabbiegerspur zu ziehen.

Wenn auf den letzten Metern zum Ziel dann noch ein E-Scooter in der Tempo-30-Zone haarscharf an meinem Außenspiegel vorbeisaust, frage ich mich, ob mein Nervenkostüm dünner geworden ist oder ob es im Straßenverkehr rauer zugeht. Letzteres fragen wir uns auch in unserer Sendung am kommenden Montag. Und natürlich sind auch Sie gefragt. 

Frage der Woche

Fahren wir tatsächlich immer aggressiver? Wie ergeht es Ihnen im Straßenverkehr? 

Schreiben Sie uns Ihre Meinung per Mail! Einige Antworten werden wir - Ihr Einverständnis vorausgesetzt - in unserer Sendung thematisieren. Ein kleines "best of" gibt's auch nächste Woche hier im Newsletter. 

Symbolbild eines agressiven Autofahrers. Bildquelle: picture alliance / Zoonar | Stefano Cavoretto

Unsere Themen der kommenden Woche

Hier ein Überblick über die Themen, die wir für nächste Woche geplant haben.

Montag: Hupen, Drängeln, Brüllen - warum wir immer agressiver fahren
Dienstag: COP 17 Artenschutzkonferenz
Mittwoch: Antisemitisch und populistisch? Die Linke will in Berlin regieren
Donnerstag: Hilf Dir selbst sonst hilft Dir keiner: Der Boom Selbsthilfegruppen 

Natürlich kann sich aufgrund aktueller Ereignisse oder aus redaktionellen Gründen kurzfristig immer mal was ändern. Die endgültigen Themen und mehr Details zu den einzelnen Sendungen finden Sie auf unserer Website.


Ihre Meinung: Was mögen Sie am Herbst am liebsten?

Das ist vollkommen klar: Das bunte Laub! Nichts ist schöner, als durch die Natur zu wandern und von leuchtenden Farben umgeben zu sein.

Oliver Hajunga


Herbst (ist) für mich sowohl Erinnerung als auch Ahnung. Der österreichische Schriftsteller Heimito von Doderer scheint es ähnlich empfunden zu haben. In einem kurzen Gedicht, das seinem berühmten Wien-Roman "Die Strudlhofstiege" vorangeht, heißt es:

"Wenn die Blätter auf den Stufen liegen
herbstlich atmet aus den alten Stiegen
was vor Zeiten über sie gegangen. […]
Viel ist hingesunken uns zur Trauer
und das Schöne zeigt die kleinste Dauer."

Ja, im Herbst steckt Wehmut. Das sich verfärbende Laub stirbt ab, ist das letzte Aufbegehren gegen das unvermeidliche Ende. Aber auch Zuversicht auf Neues. Die Gedichte bedeutender Schriftsteller haben solche Melancholie, die im Herbst und an trüben Tagen entsteht, eingefangen und konserviert. (…) Auch Theodor Storms graue Stadt darf in diesem lyrischen Reigen auf den Herbst nicht fehlen:

"Am grauen Strand, am grauen Meer
Und seitab liegt die Stadt;
Der Nebel drückt die Dächer schwer,
Und durch die Stille braust das Meer
Eintönig um die Stadt. […]
Doch hängt mein ganzes Herz an dir,
Du graue Stadt am Meer;
Der Jugend Zauber für und für
Ruht lächelnd doch auf dir, auf dir,
Du graue Stadt am Meer."

Ich hänge nicht am Herbst, trotz bunten Laubs und gelegentlichem Sonnenschein, der durch den Nebel bricht. Am Winter schon gar nicht. Kälte und Schnee assoziieren mir Tod. Zwangsläufig muss ich die dunkle Jahreszeit akzeptieren. Und wünsche mir helle Tage.

Klaus Philipp Mertens


Und damit verabschieden wir uns für diese Woche und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende! Vielleicht ja mit dem einen oder anderen Podcast von Der Tag. Und kommen Sie sicher durch unseren Straßenverkehr!😊

Wenn Sie Anregungen, Fragen oder Feedback haben, schreiben Sie uns gerne eine Mail. Zum Schluss möchte ich Ihnen noch die neue Folge unseres hr-Podcasts "Freiheit deluxe" empfehlen: In Darin spricht Jagoda Marinić mit Politikwissenschaftler Karl-Rudolf Korte über Zuversicht und neue Herausforderungen durch die digitale Welt.  

Viele Grüße und bis nächsten Freitag! 

Susanne Reininger


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