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Liebe Leserinnen und Leser,vergangene Woche konnte ich wieder einmal unter freiem Himmel schlafen. In 2100 Meter Höhe an einem See in den Schweizer Alpen. Selbst in dieser Höhe waren die Temperaturen dafür noch angenehm. Es war wieder spektakulär: Übernachten im "1000-Sterne-Hotel"... Ich kann an den Händen einer Hand abzählen, wie oft ich das in meinem Leben erlebt habe. Als Student mit Freunden bei Reit im Winkel, auf der Wiese bei Ehrwald an der Zugspitze, wo mit dem nächtlichen Tau die Schnecken kamen und ich morgens dutzende Schleimspuren inklusive ihrer Produzenten auf meinem Schlafsack entdeckte.
Dieses Mal hat mich etwas anderes beeindruckt. Wenn die Dämmerung einsetzt, erscheinen ja immer mehr Sterne. Erst die besonders stark leuchtenden, dann bald auch die zahllosen lichtschwächeren Objekte. Und später, wenn die Nacht so schwarz ist, wie sie in den Alpen werden kann, bietet sich die ganze Pracht des Universums. Die Nacht schmückt sich mit den Diamantdiademen zahlloser Galaxien, die Milchstraße ragt hell durch das faszinierende Bild. Und jeder Gedanke daran, welche unendlichen Räume sich da ausbreiten, führt mich ins Staunen.
Und etwas anderes hat mich beeindruckt. Eigentlich ist der faszinierende Kosmos ja immer da, auch am Tag. Aber erst im Dunkeln zeigt er sich. Erst wenn das Licht verschwindet, schließlich mit der ganzen Schwärze der Nacht, öffnet sich der volle Blick auf das, was dort oben "ist". Das Licht verlischt, die Unendlichkeit des Kosmos erscheint. Manche Ausblicke auf unsere "ganze" Wirklichkeit eröffnen sich eben erst "unter anderen Umständen", dachte ich, wenn es dunkelt, wenn wir vielleicht verliebt sind oder wenn etwas in anderem Licht erscheint. Den Sinn zu bewahren für die geheimnisvollen Dimensionen des Lebens, die den Augen oft verborgen bleiben, ist ja auch ein wichtiges Anliegen aller Religionen. In dieser dunklen Alpennacht unter freiem Himmel ist mir der "Stern" dieser Erkenntnis neu aufgegangen…
Herzlich,
Klaus Hofmeister, hr Religion & Kirche
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Es regnet – Gott segnet | hr1 am Sonntagmorgen | 23. August, 6 – 10 Uhr |  Das Glück fällt dieser Tage als Regen vom Himmel. © Imago | "Regen ist Gnade. Regen ist der Himmel, der zur Erde hinabsteigt; ohne Regen gäbe es kein Leben." Das ist ein Satz von John Updike. Regen hat eine spirituelle Dimension, er ist ein Himmelsgruß. Um ihn wird gebetet und seit Jahrtausenden in Regenritualen gefleht. Diese Woche konnte man den Klang des Regens wieder hören, er war wie ein Labsal für die Seele. Das Rauschen beruhigt uns und macht dankbar. Am Sonntagmorgen erkunden wir in hr1 die Kostbarkeit des Regens, zu dem sogar Psychoakustiker forschen.
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Wir geben nicht auf – Israelisch-palästinensische Versöhnungsinitiativen | Camino | hr2-kultur | Sonntag, 23. August, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 23. August, 13:05 Uhr
|  Zerstörtes Gaza City im Januar 2025 © Imago/Middle East Images | Der Überfall der Hamas im Oktober 2023 hat Israel ins Mark getroffen. Vor allem in den Kibbuzim in der Nähe des Gazastreifens wurden besonders viele Menschen ermordet, entführt und misshandelt. Und noch immer bestimmt der 7. Oktober das Lebensgefühl in Israel. Trotzdem suchen vor allem politisch linke Israelis, die traditionell sehr am jüdisch-arabischen Dialog interessiert sind, nach einem neuen Weg für eine gemeinsame Zukunft. | |
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Mehr Ruhe im Gottesdienst – reizarme Andacht in Wiesbaden-Klarenthal
| hr4 | Gemeindeporträt | Sonntag, 23. August, 8:40 Uhr |  Weniger Reiz, mehr Inklusion: Ein Angebot für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. © Ernie A. Stephens/Unsplash | Für viele Menschen gehören Musik und Gesang ganz selbstverständlich zu einem Gottesdienst. Anderen sind diese Sinneseindrücke bereits zu viel. Mit einer erstmals angebotenen reizarmen Andacht in der Ev. Kirche Klarenthal erprobt das Evangelische Dekanat Wiesbaden ein neues Format für Menschen, denen klassische Gottesdienste oft zu anstrengend sind. Ein klarer Ablauf, eine ruhige Atmosphäre und der Verzicht auf feste Mitmachrituale schaffen einen geschützten Raum für alle. Die Idee entstand aus der Beteiligung des Dekanats an der Initiative "Stille Stunde". | |
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Ist Krieg verlernbar? – Anmerkungen für Friedenssuchende
| Camino | hr2-kultur | Sonntag, 30. August, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 30. August, 13:05 Uhr
|  Werk des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd auf dem Gelände der Vereinten Nationen. © Imago/photothek | Forschungen zeigen, dass Menschen offenbar über Jahrtausende ohne Kriege lebten. Bis sie sesshaft wurden und etwas verteidigen wollten: Eigentum. Die Forschenden schließen daraus: Was die Menschheit gelernt hat, kann sie auch wieder verlernen. Sogar – oder gerade – Krieg zu führen. Der Mensch kann gut sein. Gedanken dazu aus Religionen, Psychologie und Geschichte. | |
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Jung, engagiert, für andere da – Constantin ist Flughafenseelsorger in Frankfurt | DASDING | Porträt oder Songcheck | jeden Samstag, 15:40 Uhr
|  Constantin im "Porträt": Helfen ist genau sein Ding. © Selina Groß | Constantin ist erst 20 und schon Flughafenseelsorger. Dieses coole Ehrenamt bringt seine Interessen perfekt unter einen Hut: Er liebt es, Menschen zu helfen, und den Flughafen fand er immer schon spannend. Mindestens einmal im Monat läuft er mit seiner gelben Warnweste durchs Terminal und ist für alle Reisenden ansprechbar. Eine schnelle Unterstützung, ein klärendes Gespräch oder einfach zuhören: Constantin hilft dort, wo Menschen ihn gerade brauchen. | |
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7 Tage … kassieren, sortieren, rotieren – hr-Autorin unterwegs in anderen Lebenswelten | 7 Tage ... | jederzeit in der ARD Mediathek
|  hr-Autorin Malina Homann im Supermarkt. © hr/Jens Benner | Wer kümmert sich eigentlich im Supermarkt darum, dass die Regale immer voll und ordentlich sortiert sind? Wer sind die Menschen, die dafür sorgen, dass es uns an nichts fehlt und dafür nur selten Anerkennung bekommen? Reporterin Malina Homann hat sieben Tage in einem Supermarkt in Fulda mitgearbeitet: an der Kasse, im Lager und hinter der Fleischtheke. Aus dieser ungewohnten Perspektive berichtet sie, was sie im Supermarkt über Arbeit, Wertschätzung und über unsere Gesellschaft erfahren hat. | |
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