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hr Religion und Kirche
30.04.2026

Liebe Leserinnen und Leser,

„Es war ihr ‚erstes Mal‘. Und sie war 92...“ Solch eine reißerische Überschrift über einem Link wäre bereits ein klassischer „Clickbait“, zu deutsch „Klickköder“, mit dem man die Neugier weckt und Menschen zu einem Klick verleiten könnte. Clickbaits sind die Pest in digitalen Zeiten, denn sie halten meistens nicht, was sie versprechen.
Aber das „erste Mal“ der 92-Jährigen entpuppte sich dann doch als eine nette Story. Denn die 92-Jährige war Sr. Irmingard. Und ihr erstes Mal war ein Döner. Die Dominikanerinnen von Arenberg in Koblenz hatten auf ihrem Konventsausflug den Dönerladen entdeckt. Und eine Mitschwester hatte die betagte Sr. Irmingard gefilmt, wie sie mit Freude und sichtlichem Genuss diese für sie neue kulinarische Welt entdeckte und zum ersten Mal im Leben in einen Döner biss. Die Szene haben bei Instagram in den vergangenen Tagen ein paar Millionen Menschen geklickt. 
Dass Ordensleute – trotz schrumpfender Gemeinschaften und Nachwuchsmangel - einen solchen „viralen Hit“ landen, ist kein Einzelfall. Auch die Benediktinerinnen aus Osnabrück erreichen bei Tik Tok ein Millionenpublikum. Social-Media-Experten sagen, Ordensleute hätten einen „klaren Vorteil im Kampf um Aufmerksamkeit“. Sie leben vom Überraschungseffekt. Man assoziiert mit Ordensleben Strenge und Weltfremdheit. Wenn sie sich dann nahbar, freundlich und menschlich präsentieren, kommt das gut an. Sie zeigen meist alltägliche Szenen, erzählen mit einer Prise Humor und vermitteln eine Grundstimmung von geschwisterlicher Heiterkeit.
Wenn Orden so in den sozialen Medien aktiv sind, liegt darin die Chance, dass sich Menschen auch in der Realität einmal „trauen“, mit solch „exotischen“ Menschen Kontakt zu suchen. Und gesellschaftlich bedeutet es: In einer säkularen, digitalen Welt bleibt Glaube sichtbar, als eine Dimension der Wirklichkeit, die Menschen sehr wertvoll sein kann und das Zeug hat, das Leben zu bereichern. 
Wie vielfältig wir in den kommenden zwei Wochen die Welt der Religionen und des Glaubens in den Programmen des hr präsentieren, können Sie wie immer diesem Newsletter entnehmen. Und falls dies hier Ihr „erstes Mal“ ist: dann herzlich willkommen und gute Unterhaltung!

Herzlich,
Klaus Hofmeister,
hr Religion & Kirche

Balance statt Bonus? Arbeit und Leben

hr1 am Sonntagmorgen, 3. Mai | 6 – 10 Uhr
junge Frau am Schreibtisch mit Kopfhörern, geschlossenen Augen und den Füßen auf dem Tisch
 © Unsplash/Vitaly Gariev
“Arbeit war sein ganzes Leben.“ Wenn früher bei Beerdigungen dieser Satz fiel, fanden das alle vorbildlich. Heute würde man damit Kopfschütteln ernten. Arbeit und Leben sollen in Balance sein, und Arbeit soll nicht alles sein, was ein Leben ausmacht. Davon sind die heutigen Mittdreißiger überzeugt. Ihre Devise heißt “Balance statt Boni”. Aber muss man Arbeit so gegen “Leben” ausspielen? Steckt in der Arbeit nicht auch so viel an Selbstwirksamkeit, Befriedigung und Sinnerfüllung, dass damit ganz viel “Leben” ins Leben kommt? Wir fragen anlässlich des Tags der Arbeit, wie sich unser Blick auf die Arbeit gewandelt hat. Luther verstand Arbeit noch als Gottesdienst. Aber auch heute sagen manche noch: mein Job ist meine Berufung.

Gespräche am Feiertag: Gezwisterliebe – was sich liebt, das nervt sich, oder?

hr2-kultur | Christi Himmelfahrt, 14. Mai, 17:04 - 19:00 Uhr
Porträt von Ursula Ott
Gast im Studio: Ursula Ott, Journalistin und Autorin des Buches "Gezwisterliebe" © Chrismon
Geschwister können ein Leben lang verbinden und zugleich herausfordern. Gerade wenn Teamwork gefragt wäre – etwa  bei der Pflege der Eltern oder nach einem Todesfall –, brechen 
alte Vorwürfe, Kränkungen und festgefahrene Rollenerwartungen wieder auf. Wie lassen sich diese Muster durchbrechen? Ist Streit nicht sogar normal? 

Die Journalistin und Bestsellerautorin Ursula Ott hat sich intensiv mit der Dynamik zwischen Geschwistern beschäftigt. Sie zeigt, warum diese Beziehungen oft die kompliziertesten unseres Lebens sind. Wir fragen sie, wie eine gute Geschwisterbeziehung gelingen kann. Was hilft, um alte Konflikte hinter sich zu lassen? Kann man auch im Alter noch zu dem Team werden, das man noch nie war?

Jetzt sind die Hörerinnen und Hörer von hr2 "Lebenswert" gefragt: Wie erleben Sie Ihre Geschwisterbeziehungen? Wie sind Sie mit Ihren Konflikten umgegangen? Was können andere Geschwister von Ihnen lernen? 

Sprechen Sie während der Sendung direkt mit Ursula Ott und Moderator Konstantin Sacher. Schreiben Sie uns vor und während der Sendung über dieses Mailformular oder rufen Sie während der Sendung an von 17 bis 19 Uhr unter 069/155 - 6126. Wir freuen uns über Ihre Erfahrungen!

Höhenflüge – Zwischen Himmel und Erde

hr1 am Feiertag, Christi Himmelfahrt, 14. Mai | 6 – 10 Uhr
Gleitschirm über den Schweizer Alpen
© Jean-Paul Wettstein auf Pexels
Abheben, alles hinter sich lassen und aufsteigen – die Sehnsucht nach oben ist tief ins uns verankert. Manche zieht es in die Berge, andere über die Wolken oder ganz hoch hinaus ins All – getragen von Neugier, Sehnsucht, Mut und der Hoffnung auf Weite. Doch zum Abheben gehört auch die Kraft, wieder festen Boden zu finden. Vielleicht liegt genau darin die Boschaft von Christi Himmelfahrt: Aufstieg und Loslassen sind untrennbar miteinander verbunden.

Gegen die Globalisierung der Ohnmacht – für den Frieden auf Erden: Ein Jahr Papst Leo XIV.

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 3. Mai, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 3. Mai, 13:05 Uhr
Porträt des winkenden Papst Leo
Papst Leo XIV. © picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Als Robert Francis Prevost zum ersten Mal auf die Loggia des Petersdoms tritt, wirkt er fast eingeschüchtert. Millionen Menschen blicken auf ihn, den neuen Papst. Jedes Wort zählt. Er beginnt sein Pontifikat mit einem Friedensgruß: "Der Friede sei mit euch allen!" Es ist sein Leitmotiv. Für Leo steht der Frieden im Zentrum der christlichen Botschaft. Er will Friedensbotschafter sein, vielleicht mehr noch: Friedensstifter.
Seine anfängliche Zurückhaltung ist inzwischen gewichen. Aus dem vorsichtigen ersten Auftritt ist ein Pontifikat mit erkennbarem Profil geworden. 

Kein Himmel, nirgends – Wie sich Jenseitsvorstellungen verändern

Camino | hr2-kultur | Sonntag, 10. Mai, 11:30 Uhr
Camino | hr INFO | Sonntag, 10. Mai, 13:05 Uhr
Ein Steg am Comer See, der ins Licht zu führen scheint
Gibt es ein Leben nach dem Tod? © Imago/Joker
Was kommt nach dem Tod? Früher gab es da in der christlichen, zumal katholischen Tradition, sehr konkrete Bilder: Über den Himmel und die Hölle, den Limbus und das Fegefeuer. Viele dieser Vorstellungen sind heute – zum Glück – passé. Und stattdessen?

Ey Gott, warum lässt Du uns so hängen? – Was Panik-Rocker Udo Lindenberg vom Glauben hält

Camino | hr2-kultur | Christi Himmelfahrt, 14. Mai, 11:30 Uhr
Udo Lindenberg mit Hut und Sonnenbrille
Verkörpert auf coole Weise Werte wie Hoffnung, Friedenssehnsucht und Toleranz: Udo Lindenberg © picture alliance-dpa/Christophe Gateau
Udo Lindenberg ist nicht nur Panik-Rocker, sondern auch ein Künstler, der sich immer wieder mit Sinnfragen beschäftigt. Und auch wenn er die Kirche teilweise drastisch kritisiert, greift er für seine Texte und Bilder gern tief in die Schatzkiste der Bibel. Er weiß, dass der Glaube ein gutes Fundament sein kann für das, was unsere bunte Weltgemeinschaft zusammenhält.

Allein auf der Insel – Der einzige Jude Grönlands und sein Engagement für die Inuit

Jüdische Welt | hr2-kultur | 8. Mai, 14:00 Uhr
Luftaufnahme des Küstenstädtchens Narsaq mit Eisschollen
Das abgelegene Städtchen Narsaq auf Grönand © Wikimedia Commons
Paul Cohen ist der einzige Jude auf Grönland. Statt in der biblischen Sandwüste lebt er in einer Eiswüste. Der gebürtige US-Amerikaner setzt sich für die Unabhängigkeit der Inuit ein – und verzehrt sogar, ganz unkoscher, Robbenfleisch.

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