Ihre Meinung zu MüllvermeidungWir wollten im letzten Newsletter von Ihnen wissen, wie Sie versuchen, Müll zu vermeiden. Hier sind einige Auszüge aus Ihren Antworten:
Das Problem mit dem Müll ist vor allem auch eine Frage der Erziehung. Im letzten ging ich mit einem Kollegen zu unserem Einsatzort im Rahmen unseres Ehrenamtes. Entgegenkommend warf ein Twen die Verpackung eines Müsliriegels auf den Boden. Wir sprachen ihn höflich an, dies aufzuheben und in den etwa 10 m entfernten Papierkorb zu werfen. Die Antwort war: „Wieso, da gibt es doch Leute für.“
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Solches hat es früher nicht gegeben. Es war selbstverständlich, dass man einen Ort so verlässt, wie man ihn vorgefunden hat. Unsere Eltern haben uns das erklärt und wir haben auch unsere Erfahrungen gemacht. Maßnahmen und Konsequenzen bei solchen Verstöße - insbesondere bei größeren Verschmutzungen - müssten restriktive Konsequenzen nach sich ziehen. Bei allen Generationen, denn Erziehung beschränkt sich nicht nur auf die Kindheit.
Michael von Kessler
Ja, ich habe an einer Müllsammelaktion am Flussufer der Nahe teilgenommen. Das mit den "Vibes" kann ich bestätigen. Ich hebe oft Müll auf, der irgendwo herumliegt. Außerdem bin ich eine Followerin von Dean Nicolsen von 1bike1world, der überall, wo er mit Fahrrad vorbeikommt, auch Müll aufsammelt. (Hauptsächlich kümmert er sich um Tiere in Not).
Hannelore Kloiber
Beim Einkaufen achte ich sehr auf umweltschonende Verpackungen, die sich im Rahmen der Mülltrennung in den Tonnen entsorgen lassen – um sie möglichst einer Wiederverwertung zuzuführen. Dabei erscheinen mir als größte Hindernisse Verpackungen aus Verbundmaterialien, z.B. aus Papier und Plastik- oder Aluminiumfolie. Nicht immer lassen sie sich sorgfältig voneinander trennen. Und auf den allermeisten vermisse ich Hinweise auf die Handhabung. Also Papier zu Kartonagen/Papier, Folie in den gelben Sack usw. Nicht immer ist eine Verpackung, die den Anschein von Papier erweckt, tatsächlich Papier, sondern besteht aus einem Kunststoff. Parfums befinden sich überwiegend in Glasbehältern. Doch wohin mit Verschluss und Sprühvorrichtung? Oder gehört alles in den Restmüll? Die Marketingstrategen der Produzenten haben nur die Profitmaximierung durch endlose Konsumanreize im Sinn, nicht aber die Folgen der Verschwendung. Gegebenenfalls wird nach dem Staat gerufen, dem man aber die hierzu notwendigen Steuern verweigert. (…)
Klaus Philipp Mertens
Ich habe zwar noch nie an einer organisierten Müllsammelaktion teilgenommen, aber auf meinen täglichen Besorgungsgängen durch die Stadt und zum Garten hebe ich schon mal auf, was da herumliegt, und befördere es in den nächsten Abfalleimer, von denen es in der Innenstadt unseres Städtchens eigentlich genügende gibt.
Beim Einkaufen unnötige Verpackungen zu vermeiden, ist nicht ganz so leicht, denn den Nerv, mich an Wurst- oder Käsetheke jeweils mindestens zehn Minuten anzustellen für 5 Scheiben hiervon und 5 Scheiben davon - nein, den habe ich nicht. Also Abgepacktes, das dann nach Verzehr des Inhalts brav im Gelben Sack entsorgt wird.
Im Übrigen mache ich seit langem die Beobachtung, dass in den Abfalleimern vieles landet, das eigentlich kein Müll ist, z. B. feste Papier- oder Kunststofftaschen im XXL-Format, sauber, unbeschädigt, die den Wegwerfer Geld gekostet haben müssen. Inzwischen habe ich eine beträchtliche Sammlung solcher Taschen, die mir nicht nur im Garten gute Dienste leisten.
Mit dem Sperrmüll entsorgt werden vermehrt Teile des Hausstands, z. B. Essgeschirr samt Besteck, Bettzeug, Handtücher und Handtaschen, Körbe jeder Art, Eimer, Töpfe. Zum Glück bin ich da nicht die einzige, die manchem Stück zu einer nachhaltigen weiteren Nutzung verhilft. Nichtsdestotrotz macht mich diese Wegwerfmentalität immer wieder fassungslos; als Kind in den 50er Jahren wurde ich entschieden anders sozialisiert. Aber eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in allen Bereichen der Güterproduktion werde ich wohl nicht mehr erleben. (…)
Maria Stein
Ehrlich gesagt, sind meine Versuche sehr bescheiden und beschränken sich bislang auf die Gesichts- und Körperpflege.
Ich benutze schon seit Jahren feste Gesichtsseifen sowie Duschgel und Shampoo in fester Form, also in Seifenform, um Verpackungsmüll zu vermeiden.
Ich muss aber zugeben, dass ich bei Duschgel und Shampoo wieder die flüssige Variante benutze, weil ich welche als Geschenk bekommen habe und weil es noch Vorräte gibt, die aufgebraucht werden müssen. (…)
Lily Choe
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