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08.05.2026

Liebe Hörerinnen und Hörer,

Am kommenden Dienstag ist der Internationale Tag der Pflege, auch "Tag der Pflegenden" genannt. Er würdigt die Arbeit von Pflegekräften weltweit und erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Pionierin der modernen Krankenpflege.
 
Der Tag dient dazu, auf die Bedeutung der Pflege, auf die Arbeitsbedingungen und den Fachkräftemangel aufmerksam zu machen. In Deutschland boomt zwar die Pflegeausbildung - 2025 verzeichnete sie mit rund 160.000 Auszubildenden einen historischen Höchststand. Aber trotz des Booms bleibt der Bedarf an Fachkräften wegen des demografischen Wandels hoch.
 
Als noch turnschuhfitter Babyboomer bereitet mit das Sorgen. Ich frage mich, welche Vorbereitungen ich jetzt schon treffen kann: Reichen meine private Pflegeversicherung und Erspartes aus, um mir später eine gute Pflege leisten zu können? Und wo? Zuhause oder in einem Heim? Was ist eine "gute Pflege"?
 
Außerdem ist Pflege keine Frage des Alters. In meinem Bekanntenkreis ist ein 34-jähriger Mann nach einem schweren Unfall auf Pflege angewiesen.
 
Ich bin der Meinung: Das Thema Pflege geht uns alle an. Deshalb frage ich mich jenseits politischer Debatten über die Finanzierung, bessere Arbeitsbedingungen und Konzepte gegen den Fachkräftemangel: Wie kann das Thema, auch wenn wir (noch) keine Hilfe benötigen, mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft bekommen? Denn wir müssen uns gegenseitig helfen und wir müssen einen Teil zur "Gesundheitsfürsorge" selbst beitragen. Das wäre sicher ganz im Sinne von Florence Nightingale. 

Frage der Woche

Welche Pläne haben Sie für den Fall, dass Sie selbst  Unterstützung in der Pflege brauchen? Wir suchen Ihre Ideen: Wie kann gute Pflege funktionieren?

Und - wenn Sie schon pflegerisch unterstützt werden - wie sind Ihre Erfahrungen?  


Schreiben Sie uns Ihre Meinung per Mail! Einige Antworten werden wir - Ihr Einverständnis vorausgesetzt - in unserer Sendung thematisieren. Eine Auswahl gibt's auch nächste Woche hier im Newsletter. 
Bildquelle: Imago/ Westend61

Unsere Themen der kommenden Woche

Hier ein Überblick über die Themen, die wir für nächste Woche geplant haben.

Montag: Keine Kinder, keine Zukfunft? Immer weniger                   Geburten
Dienstag: Wie Pflege morgen möglich wird
Mittwoch: Udo Lindenberg - schon längst eine Legende 
Donnerstag: (entfällt wegen Christi Himmelfahrt

Natürlich kann sich aufgrund aktueller Ereignisse oder aus redaktionellen Gründen kurzfristig immer mal was ändern. Die endgültigen Themen und mehr Details zu den einzelnen Sendungen finden Sie auf unserer Website.


Ihre Meinung zu "Leben ohne Hindernisse" - Wo erleben Sie Hindernisse im Alltag?

Ich fahre seit 2022 in einem E-Rollstuhl, weil meine Lenden- und Halswirbelsäule keine längeren Belastungen mehr zulassen. Bei abgeschrägten Bordsteinen für Menschen mit Kinderwagen oder Behinderung musste ich feststellen, dass diese Bordsteine an Stellen angebracht sind, wo Bürgersteige zu schmal oder die Bordsteine zu steil sind. Und sie sind hart wie ein Waschbrett gepflastert.

Ich verwende dann lieber die Fahrbahn und benutze dabei eine gelbe Warnweste am Körper und am Rollstuhl. Dazu gehören signalfarbene Handschuhe. Oder auffällige Farben der Kleidung. Bahnübergänge (Tram oder DB) sind Hindernisrennen. Ohne den Mobilitätsservice der DB hätte ich richtige Probleme.Trotzdem komme ich nicht in eine ICE, IC- nur RE, RB und RT. 

Wilfried Käufler


Ich erlebe es zu oft, dass Aufzüge und Rolltreppen nicht funktionieren. Wenn man mit einem großen Koffer unterwegs ist, ist das schon sehr ärgerlich. 

Man sollte die Aufzüge und Rolltreppen besser warten
UND ein größeres Bewusstsein für die Bedürfnisse von Behinderten (darf man das sagen?) schaffen. Zum Beispiel habe ich erst Jahre oder sogar Jahrzehnte, nachdem ich zum ersten Mal geriffelte Bodenfliesen gesehen habe, verstanden, dass sie für blinde Menschen sind.

Man sollte viel mehr (oder überhaupt einmal) Auflkärungsarbeit leisten, damit auch die breite Masse versteht, welche Maßnahmen für welche Bevölkerungsgruppen wichtig sind. Wenn man es nicht weiß, kann man auch nicht Rücksicht darauf nehmen.

Meiner Meinung sollte es zum Pflichtprogramm an Schulen gehören, dass die Kinder und Jugendlichen mindestens einmal in ihrer Schullaufbahn, besser noch alle paar Jahre, darüber unterrichtet werden, was für Maßnahmen es gibt und worauf zu achten ist. Auch sollten sie bei einer Art "Erlebnis-Training" einmal erleben, wie es ist, blind, taub und/oder gehbehindert zu sein. 

Lily Choe


Was uns diese Woche beschäftigt hat


Und damit verabschieden wir uns für diese Woche und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende! Vielleicht ja mit dem einen oder anderen Podcast von Der Tag ... 😊

Wenn Sie Anregungen, Fragen oder Feedback haben, schreiben Sie uns gerne eine Mail.

Viele Grüße und bis nächsten Freitag!

Susanne Reininger

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