Im Mai 2025 sammelten Schüler der
Liebigschule in Gießen auf einem anonymen Portal Vorschläge für ihr
Abi-Motto. Darunter befanden sich mehrere
antisemitische, rassistische und diskriminierende Sprüche. Der meistgewählte Vorschlag lautete "NSDABI – Verbrennt den Duden" – eine Anspielung auf die NSDAP. Für die damals beteiligten Zwölftklässler, die inzwischen ihre Abiturprüfungen abgelegt haben, hat der Vorfall nun ein
verspätetes Nachspiel: Mehrere von ihnen wurden von der feierlichen Zeugnisvergabe im Juni in der Gießener Kongresshalle
ausgeschlossen.
Um wie viele Personen es sich konkret handelt, ist nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass die Eltern der Betroffenen das gar nicht lustig finden: Laut des Staatlichen Schulamts Gießen gingen infolgedessen
mehrere Beschwerden und Widersprüche ein, darunter auch eine
Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Schulleiter. Wie die Behörde erklärt, werden diese Eingaben als Nächstes intern juristisch überprüft.